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	<title> &#187; Zwischenruf</title>
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	<description>Informationen ueber Kachelofen, Kachelherd, Kachelkaminsowie andere Produkte vom Hafner und deren Auswirkung auf Gesundheit und Umwelt</description>
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		<title>Die VEUKO als wohltönendes  Instrument im europäischen Konzert</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 11:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GDB</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer in diesen Tagen von einem „Europäischen Konzert“ spricht, hat wahrscheinlich Ohropax in den Gehörgängen. Die Misstöne waren nämlich – wie wir alle wissen – unüberhörbar. Schließlich gilt (rein musikalisch versteht sich): Wenn in einem Orchester einer völlig daneben greift, kann er das ganze Stück schmeißen.
Deshalb war es für mich eine schöne Erfahrung, beim Jahreskongress [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in diesen Tagen von einem „<strong>Europäischen Konzert</strong>“ spricht, hat wahrscheinlich Ohropax in den Gehörgängen. Die <strong>Misstöne</strong> waren nämlich – wie wir alle wissen – <strong>unüberhörbar</strong>. Schließlich gilt (rein musikalisch versteht sich): Wenn in einem Orchester einer völlig daneben greift, kann er das ganze Stück schmeißen.<span id="more-3600"></span></p>
<p>Deshalb war es für mich eine schöne Erfahrung, beim Jahreskongress der VEUKO im slowenischen Portoroz  zu hören, dass  wenigstens <strong>die Hafner</strong> aus den verschiedenen Mitgliedsländern durchaus <strong>unisono zusammenspielen</strong>. Das war vor allem daran zu bemerken, dass bei den vier<strong> Schwerpunktbereichen Marketing, Finanzen, Technik und Ausbildung</strong> alle ihre Hausaufgaben nach bestem Können erledigt hatten. Ich möchte an dieser Stelle auf nähere Erläuterungen gar nicht eingehen, weil darüber ohnehin in der nächsten KR – Ausgabe ausführlich berichtet wird.</p>
<p>Lassen Sie mich nur zwei Punkte herausgreifen, die mich während des Kongresses und danach besonders beschäftigt haben: Die <strong>Einschätzung der wirtschaftlichen Gesamtsituation</strong> zum Beispiel. Da zeigt sich denn doch ein deutliches <strong>West-Ost-Gefälle</strong>. Während bei uns und in jenen Mitgliedsländern, die schon <strong>vor der EU-Erweiterung</strong> zur <strong>VEUKO</strong> gehörten,  die wirtschaftliche Lage als stabil eingeschätzt wird, sieht das bei unseren Partnern, die östlich von Triest, Bratislava und dem Erzgebirge leben, anders aus. Die <strong>Delegierten aus Tschechien, der Slowakei, Slowenien und Ungarn</strong> berichten übereinstimmend, dass zumindest <strong>Anfang des Jahres</strong> das <strong>Geschäft</strong> ziemlich <strong>schlecht</strong> lief. Allerdings verbessere sich die Situation zunehmend. Wobei vor allem die Ungarn starke Hoffnungen in den Regierungswechsel setzen, der dort kürzlich stattfand.</p>
<p>Alle östlichen Nachbarn werden wohl noch Jahre brauchen, bis sie die Folgen ihrer 40jährigen Isolierung vom Rest der Welt überwunden haben. Das zeigte sich auch an dem zweiten Thema, das ich hier ansprechen möchte. Stichwort:<strong> Der europäische Hafnermeister</strong>.</p>
<p>Man mag es kaum glauben. Aber als Nachwirkung der früheren Zwangsbeglückung durch kommunistisch bedingte Vereinheitlichungen in allen Sparten kennen die davon betroffenen Kollegen <strong>keine fundierte Meisterausbildung</strong>, wie sie bei uns, in Deutschland, der Schweiz, oder Südtirol ganz und gar selbstverständlich ist. <strong>Dagegen muss man etwas tun</strong>. Nämlich etwas Ähnliches wie die Maßnahmen der „großen“ EU, die zusammensteht, um einzelnen Schwächeren zu helfen: Wir sollten für <strong>europaweit gültige Richtlinien</strong> einer soliden Meisterausbildung sorgen. Also so eine Art EU-Meister auch für Hafner schaffen. Bei anderen Handwerkern, die mit gewichtigem Material arbeiten, gibt es so etwas schon. Bei den Steinmetzen nämlich.</p>
<p>Die Aufgabe, für möglicherweise <strong>gleichartige Ausbildungsrichtlinien</strong> zu sorgen habe ich selbst übernommen, weil ich Aufgaben der Qualitäts- und Qualifikationsoptimierung als <strong>Kernaufgabe einer Verbandsführung</strong> ansehe. Abgesehen davon kann es nicht angehen, dass mangels fundierter Berufsausbildung und den damit verbundenen Zulassungen sozusagen Hinz und Kunz hingehen können und einfach damit anfangen Öfen zu bauen, wie das derzeit auch in einigen Mitgliedsverbänden der VEUKO noch viel zu oft geschieht.</p>
<p>Wolfgang Kippes</p>
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		<title>Das alte Rom und das neue Stoob</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 11:58:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GDB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischenruf]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildungszweig]]></category>
		<category><![CDATA[Kippes Wolfgang]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ofenbautechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Was will der Präsident mit dem alten Rom und was hat das mit Stoob zu tun? Fangen wir einmal mit unserer Keramikfachschule an. Dort hatte ich nämlich Mitte April einen höchst erfreulichen Termin. Dabei teilte mir die Direktorin Frau DI Maria Waranits offiziell mit, dass es ab September dieses Jahres den neuen Ausbildungszweig „Ofenbautechnik“ geben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was will der Präsident mit dem alten Rom und was hat das mit <strong>Stoob </strong>zu tun? Fangen wir einmal mit unserer <strong>Keramikfachschule</strong> an. Dort hatte ich nämlich Mitte April einen höchst erfreulichen Termin. Dabei teilte mir die Direktorin Frau DI <strong>Maria Waranits</strong> offiziell mit, dass es ab September dieses Jahres den neuen <strong>Ausbildungszweig </strong>„<strong>Ofenbautechnik</strong>“ geben wird. Und zwar als <strong>Kolleg</strong> und <strong>Aufbaulehrgang</strong>. Beides sind Sonderformen, die dem Erwerb einer höheren fachlichen und allgemeinen Bildung dienen und zur Ausübung eines gehobenen Berufes auf technischem und gewerblichem Gebiet und auch zur Universitätsreife führen. Das heißt nichts weniger, als eine völlig <strong>neue Qualifikationsperspektive</strong> für das <strong>Hafnerhandwerk.<span id="more-3558"></span></strong></p>
<p>Besonders erfreulich daran ist, dass jetzt ein lang gehegter Wunsch der Innungen und des Verbandes Wirklichkeit wird: Dass nämlich an der Keramikschule der Schwerpunkt künftig nicht mehr nur auf der <strong>künstlerischen Seite</strong> unseres Handwerks liegt, sondern eine vertiefte Ausbildung hinsichtlich <strong>Entwicklung, Planung, Konstruktion, Design und Ausführung der Heizsysteme</strong> betrieben wird. Dieser vorhin angesprochene Wunsch resultiert übrigens nicht daher, dass sich mein Verband und die Bundesinnung zusätzlich zum Meistertitel &#8211; der im Handwerk das Maß aller Dinge ist und bleibt – auch noch so etwas wie einen „Dr. Hafner“ wünschen. Keineswegs. Der Wunsch ergab sich aus dem Zwang, dass schon vor der letzten großen Wirtschaftskrise das Wachstum auch in unserer Branche durch einen eklatanten Mangel an <strong>Spitzenqualifikation</strong> gehemmt war.</p>
<p>Ich sehe es als eine meiner ganz wesentlichen Aufgaben an, für die <strong>Zukunftssicherung des Hafnerhandwerks</strong> und der Zulieferindustrie zu sorgen. Deshalb müssen wir alle ein besonderes Augenmerk auf die Qualität der Arbeit und der Produkte einerseits und die <strong>fachspezifische Qualifikation</strong> andererseits richten. Weil uns sonst nämlich die <strong>Vorschriftsflut</strong> aus dem Normenwesen und aus den in Brüssel entwickelten EU–Vorgaben derartig überrollen könnte, dass wir mit den herkömmlichen Ausbildungsformen alleine damit kaum noch zurande kommen würden.</p>
<p>Deshalb ist der gehobene und dennoch praxisbezogene neue Ausbildungszweig in Stoob ein wichtiger Schritt und gleichzeitig ein <strong>zusätzlicher Anreiz für junge Menschen</strong>, die ja (gottseidank) vermehrt danach streben, durch höhere Ausbildungsvarianten zu besseren Berufsperspektiven zu gelangen. Das zeigt auch ein Blick in die Daten der Statistik Austria. Im dort zuletzt erfassten Jahrgang 2008 wurden in Österreich 40.817 Reife- und Diplomprüfungen abgelegt. Damit hat sich die Zahl der Absolventinnen und Absolventen bei gleichzeitig insgesamt sinkenden Bevölkerungszahlen seit 1960 fast vervierfacht. Höhere Qualifikation ist also insgesamt das Gebot der Stunde. Auch und gerade <strong>im Handwerk</strong>. Auch das beweist die Statistik: Von allen Reifeprüfungen werden weniger als die Hälfte an den allgemein bildenden höheren Schulen erworben (Abschlussjahrgang 2008: 42%). Der größere Teil der Schülerinnen und Schüler legte eine Reife- und Diplomprüfung an einer berufsbildenden Schule ab.</p>
<p>Das ist jetzt eben auch für werdende Hafner möglich und damit komme ich zu dem Gedankensprung ins oben erwähnte alte Rom. Mir ist bei der ganzen Sache jenes Zitat des Philosophen Seneca eingefallen, das zum geflügelten Wort wurde: Non scholae sed vitae discimus. Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir. Der alte Römer hat das zwar anders gesagt. Nämlich umgekehrt: Wir lernen für die Schule, statt fürs Leben. Er hat sich nämlich über das damalige Schulsystem aufgeregt und wollte mit der provokanten These darauf hinweisen, dass den Schülern alles Mögliche beigebogen wird, nur nichts, was sie später in der Alltagspraxis auch wirklich brauchen können. Welche Weitsicht im Jahre 64 nach Christus, das sich historisch gesehen nicht gerade durch geistige Höhenflüge auszeichnet, denn im Juli 64 hat Nero Rom angezündet. <strong>Stoob</strong> aber zeigt nun, dass man aus der fast 2000 Jahre alten Kritik gelernt hat und den Schülern nicht nur die bisher schon sehr <strong>fundierte Fachausbildung</strong> zuteil werden lässt, sondern ab Herbst 2010 zusätzlich auch noch die spezielle Qualifikationsgrundlage in der <strong>Ofenbautechnik</strong>, die einen wesentlichen Beitrag für die <strong>Zukunftssicherung unserer Branche</strong> leistet.</p>
<p>Wolfgang Kippes</p>
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		<title>Warum Pi mal Daumen nicht genügt</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 13:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Ich brauche kein Berechnungsprogramm. Ich baue meine Öfen einfach so wie ich das immer gemacht habe und die funktionieren alle hervorragend“. Diese Sätze, die mir ein Hafnermeister am Rande des Festabends der KOK Austria sozusagen im Vertrauen sagte, habe ich immer noch im Ohr. Ich habe auch darüber nachgedacht, dass dieser gute Mann, der übrigens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich brauche kein <strong>Berechnungsprogramm</strong>. Ich baue meine <strong>Öfen</strong> einfach so wie ich das immer gemacht habe und die funktionieren alle hervorragend“. Diese Sätze, die mir ein Hafnermeister am Rande des Festabends der KOK Austria sozusagen im Vertrauen sagte, habe ich immer noch im Ohr. Ich habe auch darüber nachgedacht, dass dieser gute Mann, der übrigens keineswegs der so genannten älteren Generation angehört mit seiner Meinung bestimmt nicht allein dasteht.<span id="more-3310"></span><br />
<a href="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2.jpg" rel="lightbox[3310]" title="Dr. Wolfgang Kippes" rel="lightbox[3310]"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-1275" title="Dr. Wolfgang Kippes" src="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2-120x140.jpg" alt="Dr. Wolfgang Kippes" width="120" height="140" /></a><br />
Und: Ja. Das wird wohl so sein, dass der Meister mit seiner Hände Arbeit Öfen setzt, die ordentlich heizen und optisch rundum in<strong> Ordnung</strong> sind. Aber (und es könnte sein dass sich das noch nicht überall herumgesprochen hat) künftig wird es ohne akribisches Nachrechnen nicht mehr gehen. Denn was wir nicht ausrechnen rechnen andere aus und schreiben es in <strong>Richtlinien</strong>, <strong>Verordnungen</strong> und <strong>Gesetze</strong>.</p>
<p>Lassen Sie mich an diesem Punkt etwas ausholen. Seit etwas mehr als einem halben Jahr wurden beim <strong>KOV Projektgruppen</strong> eingerichtet, die sich neben ihrer normalen Arbeit ganz gezielt mit Themen beschäftigen, die für die Zukunft unserer Branche von entscheidender Bedeutung sind. Diese Gruppen, die jeweils aus einem Mitarbeiter der Geschäftstelle und aus Funktionären des Verbandes – teilweise mit Unterstützung externer Berater – bestehen, arbeiten an Projekten wie <strong>politisches Lobbying</strong>, Verbesserung der Zusammenarbeit mit <strong>Energieberatern</strong>, <strong>Qualitätskriterien</strong>, oder <strong>Internetpräsentation</strong> um nur einige zu nennen.</p>
<p>Damit wären wir wieder beim Thema Rechnen. So hat die Qualitätsgruppe die steigende Bedeutung der Richtlinie über <strong>Holzheizungen</strong> im Rahmen des Österreichischen <strong>Umweltzeichens</strong> herausgearbeitet, die sich nicht nur auf Emissionen beziehen wie man annehmen könnte, sondern auch <strong>Wertvorgaben</strong> für den Wirkungsgrad oder Abstrahlverluste enthält. Werte die so wie sie in dieser „UZ 37“ (so der kryptische Name der Richtlinie) aufscheinen, noch gar nicht in der ÖNORM oder einer EU-Vorschrift stehen. Nun wissen wir aber aus der Projektgruppe, die sich um politische Kontakte kümmert, dass es in mehreren Bundesländern Ansätze gibt, jene durchaus strengeren Vorgaben für Förderungen heranzuziehen. Das heißt an einem handfesten Beispiel festgemacht: Erreicht ein Kachelofen den in der UZ 37 vorgeschriebenen Wirkungsgrad von 80 % nicht (statt der im Moment nach 15a allgemein gültigen 78 %) könnte der Kunde um seine Förderung umfallen. Deshalb wird die Methode „Das habe ich immer schon so gemacht“ oder „Ein Berechnungsprogramm brauche ich nicht“ in Zukunft ein Wettbewerbsnachteil für jene Kollegen sein, die es nicht haben oder nicht aktualisieren lassen.</p>
<p>Die <strong>Versuchs</strong>- und <strong>Forschungsanstalt</strong> des Verbandes arbeitet im Übrigen nicht erst seit gestern daran, <strong>durch</strong> <strong>Versuche</strong> herauszufinden, wie man <strong>praxisnah</strong> zu einer <strong>Optimierung der Leistung</strong> und zu weiteren <strong>Senkungen von Emissionen</strong> kommt. Die <strong>Ergebnisse</strong> finden sich dann in den jeweiligen Aktualisierungen des Berechnungsprogramms wieder, das <strong>dem Hafner</strong> auch in Zukunft <strong>die Sicherheit</strong> gibt, <strong>seinem</strong> <strong>Kunden</strong> nicht nur einen wunderbaren Ofen zu setzen, sondern auch sicherzustellen, dass er die <strong>strengsten Anforderungen</strong> erfüllt.</p>
<p>Wolfgang Kippes</p>
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		<title>Was nicht nur das „Wiener G’müt“ bewegte</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 12:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie die Zeit vergeht. War das nicht erst gestern, dass alle Welt sich vor der magischen Zahl 2000 fürchtete? Vom Weltuntergang bis zum globalen Computer-Showdown war alles Mögliche und Unmögliche zur Jahrtausendwende vorausgesagt worden. Nix ist passiert. An jenem 1.1.2000 jedenfalls nicht. Aber seit dem war da schon so einiges los. Denn: Wir haben schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie die Zeit vergeht. War das nicht erst gestern, dass alle Welt sich vor der magischen Zahl <strong>2000 fürchtete</strong>? Vom <strong>Weltuntergang</strong> bis zum <strong>globalen Computer-Showdown</strong> war alles Mögliche und Unmögliche zur Jahrtausendwende vorausgesagt worden. <strong>Nix</strong> ist <strong>passiert</strong>. An jenem 1.1.2000 jedenfalls nicht. Aber seit dem war da schon so einiges los. Denn: Wir haben schon die ersten zehn Jahre dieses neuen Jahrtausends hinter uns.<span id="more-3096"></span><br />
<a href="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2.jpg" rel="lightbox[3096]" title="Dr. Wolfgang Kippes" rel="lightbox[3096]"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-1275" title="Dr. Wolfgang Kippes" src="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2-120x140.jpg" alt="Dr. Wolfgang Kippes" width="120" height="140" /></a></p>
<p>Was also hat in dem <strong>Dezennium</strong> <strong>die</strong> <strong>Gemüter</strong> von Herrn und Frau Österreicher bewegt. Gerade ist eine aktuelle Studie des renommierten Instituts „market“ (mit dem auch der KOV seit Jahren zusammenarbeitet) erschienen, die ebendiese Frage beantwortet. <strong>Die Ergebnisse</strong> sind durchaus <strong>interessant</strong> und teilweise überraschend: Es wurden 40 Ereignisse aufgelistet, die entweder weltweit – oder mindestens in Österreich – in den vergangenen zehn Jahren für Schlagzeilen gesorgt hatten. Die sollten von den Befragten mit Schulnoten von eins bis fünf bewertet werden &#8211; je nach dem welche Bedeutung diese <strong>Schlüsselerlebnisse </strong>in der Erinnerung der Menschen <strong>haben </strong>oder <strong>hatten</strong>.</p>
<p>Dabei rangiert (was man erwarten konnte) der Terroranschlag auf das World Trade Center vom11.9.2001 auf Platz 1. Gleich dahinter aber steht für unsere Landsleute die Euro-Einführung. Was man <strong>nicht erwarten</strong> konnte, denn wie erinnerlich war schon das Votum zum EU-Beitritt 1994 mit 66 Prozent Zustimmung eher verhalten und vor der Euroumstellung 2002 wollten viele am Schilling <strong>festhalten</strong> und haben noch <strong>jahrelang</strong> alle Euro-Beträge in die alte Währung umgerechnet. <strong>Europa</strong> hat damit im <strong>Bewusstsein</strong> der Österreicher deutlich an <strong>Bedeutung gewonnen</strong>.</p>
<p>Es geht spannend weiter in dieser Liste. Die Berichte rund um die Weltwirtschaftskrise nehmen im Gedächtnis unserer Landsleute Rang 3 ein. Danach kommt die Wahl von Barack Obama. Die <strong>Plätze 5 und 6 </strong>halten durchaus überraschend die für die <strong>Kachelofenbranche</strong> äußerst <strong>wichtigen Themen</strong> Preisexplosion bei Heizöl, Benzin und Diesel und die Klimaproblematik. Deshalb überraschend, weil Top-Themen wie der Tod von Jörg Haider oder der Fall Fritzl aus Amstetten mit den Plätzen 16 und 18 im Mittelfeld liegen. Die umfangreichen Berichte über Natscha Kampusch und Arigona Zogai – ja sogar der Tod von Michael Jackson (Plätze 30, 31 und 32) rangieren noch weiter unten. Schweine- und Vogelgrippe oder die Entwicklung des i-Phones, das immerhin ein weltweiter Umsatzhit ist, sind <strong>Schlusslichter</strong>.</p>
<p>Wie war das <strong>eigentlich</strong> in unserer <strong>Branche</strong> von <strong>2000 bis 2010? </strong>Würde man bei uns eine solche Umfrage machen, wäre vermutlich der Effekt „Feuerschauen“ Thema Nummer 1. Der <strong>Boom </strong>der <strong>Heizkamine </strong>und die <strong>stark steigende Zahl der Sichttüren </strong>auch beim <strong>Grundofen </strong>haben die Branche stark verändert. Vielleicht erfahren wir dazu etwas mehr aus der <strong>Studie</strong>, die „market“ gerade für den Kachelofenverband erarbeitet. Bekanntlich beitreibt der <strong>KOV alle vier Jahre</strong> diese umfangreiche (und nicht ganz billige) <strong>Marktforschung</strong>. Dabei wollen wir natürlich vor allem wissen, was unsere Landsleute – und damit auch die potentiellen Kunden – ganz grundsätzlich vom Kachelofen halten. Ich bin schon ganz gespannt. Sage aber gerne dazu, dass ich dem <strong>Ergebnis</strong> mit großer <strong>Gelassenheit</strong> entgegensehe.</p>
<p>Wolfgang Kippes</p>
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		<title>Von Quoten und Wunschkachelöfen</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 14:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Haben Sie schon gewusst, dass sich exakt 249.526 Menschen einen Kachelofen wünschen? Und das innerhalb der nächsten drei Jahre! Ich auch nicht – aber so zumindest steht es in der jüngsten Mediaanalyse, die jährlich von einem Konsortium erarbeitet wird, das aus Meinungsforschern, Agentur- und Medienvertretern besteht. Sie ermitteln

die Reichweiten – das heißt Leserzahlen, Einschaltquoten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie schon gewusst, dass sich exakt 249.526 Menschen einen Kachelofen wünschen? Und das innerhalb der nächsten drei Jahre! Ich auch nicht – aber so zumindest steht es in der jüngsten <strong>Mediaanalyse</strong>, die jährlich von einem Konsortium erarbeitet wird, das aus Meinungsforschern, Agentur- und Medienvertretern besteht. Sie ermitteln<span id="more-2608"></span><br />
<a href="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2.jpg" rel="lightbox[2608]" title="Dr. Wolfgang Kippes" rel="lightbox[2608]"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-1275" title="Dr. Wolfgang Kippes" src="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2-120x140.jpg" alt="Dr. Wolfgang Kippes" width="120" height="140" /></a><br />
die Reichweiten – das heißt Leserzahlen, Einschaltquoten und Werbekontakte – praktisch aller Radio- und Fernsehsender, der Zeitungen, Zeitschriften, der Kino- und Plakatwerbung und seit wenigen Jahren auch des Internets in Österreich.</p>
<p>Die Werte und Aussagen <strong>beziehen</strong> sich auf alle Einwohner ab 14 Jahren. Das sind bei uns immerhin <strong>7.022.765 Personen</strong>. So erfahren wir heuer, dass Radio die meisten Leute erreicht, nämlich 82,3 Prozent. Alle Tageszeitungen zusammen kommen auf eine Reichweite von 75,7 Prozent (führend dabei ist erwartungsgemäß die Kronenzeitung mit allein schon 41 Prozent), dahinter rangiert das Fernsehen mit 63,1 Prozent – dicht gefolgt und fast eingeholt vom Internet mit 62,9 Prozent.</p>
<p>Wie machen die das? Die Antwort: Die Zahlen werden aus Interviews hochgerechnet, die mit 16.000 Einzelpersonen geführt werden. Ein kurzer Griff zum Rechner. Es kommt heraus, dass ein Befragter für 439 weitere Bürger steht. Das ist gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass die Einschaltquoten beim Fernsehen, die uns täglich um die Ohren gehauen werden, auf viel unsicheren Beinen stehen: In Österreich ermittelt letztere nämlich „Teletest“ (eine Gründung mehrerer Fernsehanstalten) aus einem Panel von gerade mal 1.500 Haushalten, in denen 3150 Erwachsene und 350 Kinder leben. Die haben ein Messgerät zu Hause, das für jede Sekunde festhält, wer was sieht. Wieder nachgerechnet ergibt sich, dass ein so ein Testhaushalt für 2270 TV – Haushalte steht.</p>
<p>Aber lassen Sie mich zum <strong>Kachelofenwunsch</strong> zurückkommen. Seit 2001 kümmert sich die Mediaanalyse nicht nur um reine Quoten. Es <strong>werden bei</strong> den <strong>Interviews</strong> auch <strong>Konsumenteninteressen</strong> und –<strong>wüsche</strong> abgefragt. Seit vergangenem Jahr gibt es dabei auch die Frage: „Wollen sie sich in den nächsten drei Jahren einen Kachelofen oder Kamin zulegen“. Das haben 3,6 Prozent mit „Ja“ beantwortet. So kommt die Viertelmillion von künftigen „Kachelofenkäufern“ zustande, die da jetzt in der Statistik stehen. Wie das zu bewerten ist, bleibt Ihnen überlassen. Allerdings sage ich Ihnen so ganz unter uns: Sollte die Vorsage eintreffen – ich hätte wirklich nichts dagegen.</p>
<p>Wolfgang Kippes</p>
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		<title>Neuer Ärger rund ums Gas</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 08:08:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon Ende Oktober hat es heuer bei uns winterliche Temperaturen gegeben. Das ist aus Sicht unserer Branche nicht schlecht „Für’s Geschäft“. Denn zum Beispiel trifft unsere Radiowerbung, die noch bis Mitte November läuft, auf offenere Ohren, als wenn es vor der Tür spätsommerliche Temperaturen hätte. Aber davon wollte ich eigentlich gar nicht berichten.

Vielmehr wollte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon <strong>Ende Oktober</strong> hat es heuer bei uns winterliche Temperaturen gegeben. Das ist aus Sicht unserer Branche nicht schlecht „Für’s Geschäft“. Denn zum Beispiel trifft unsere Radiowerbung, die noch bis Mitte November läuft, auf offenere Ohren, als wenn es vor der Tür spätsommerliche Temperaturen hätte. Aber davon wollte ich eigentlich gar nicht berichten.<span id="more-2441"></span><br />
<a href="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2.jpg" rel="lightbox[2441]" title="Dr. Wolfgang Kippes" rel="lightbox[2441]"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-1275" title="Dr. Wolfgang Kippes" src="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2-120x140.jpg" alt="Dr. Wolfgang Kippes" width="120" height="140" /></a></p>
<p>Vielmehr wollte ich darauf hinweisen, dass zugleich mit der <strong>Kälte</strong> auch die unverhohlene Drohung aus Russland kam: Kann sein, dass auch diesen Winter wieder der <strong>Gashahn zugedreht </strong>wird. Ministerpräsident Putin jedenfalls hat so früh wie noch nie die EU gewarnt, dass er erneut den Gashahn zudrehen könnte. Der Grund ist auch nicht neu: Wieder einmal gibt’s Probleme mit der Ukraine wegen der Bezahlung.</p>
<p>Das geht nun schon <strong>ein paar Jahre</strong> so und da helfen auch die Beteuerungen der heimischen Gasversorger nicht, dass genügend Reserven da seien. Vor allem ein Argument der Gaslobby zieht auch nicht mehr so richtig: Das als <strong>künftige Sicherheitsgarantie</strong> für die <strong>Versorgung</strong> der europäischen Union immer wieder so hoch gelobte „Nabucco“ – Projekt. Jene Pipeline, die uns ohne den Umweg über die Ukraine und unabhängig von Russland mit Erdgas versorgen soll.</p>
<p>Ende September hatte die beiden renommierten Professoren Gerhard Mangott und Stefan Schleicher von den Universitäten Innsbruck und Graz anlässlich einer Tagung massive Zweifel an der Sinnhaftigkeit und <strong>Zuverlässigkeit</strong> von neuen Pipelines á la Nabucco geäußert. Beide hatten in ihren Vorträgen darauf hingewiesen, dass es viel zu viele Probleme mit der <strong>ausreichenden Förderung</strong> in den Ursprungsländern gibt. So würde das derzeit in Azerbaidschan und Turkmenistan verfügbare Gas bei weitem nicht reichen, um Mitteleuropa <strong>Versorgungssicherheit</strong> zu gewähren.</p>
<p>Auf den Punkt gebracht und damit für uns als <strong>wichtiges Argument</strong> für unsere möglichen Kunden zum „Hintersohrschreiben“ sind folgende Kernsätze (Zitat Prof. Mangott): „Das Grundziel von Nabucco, nämlich die <strong>Abhängigkeit</strong> vor allem von Russland <strong>zu vermindern</strong>, ist klar verfehlt und Exportverträge sind keinesfalls gesichert“. Noch pointierter formulierte Prof. Schleicher: „Eine drastische Reduktion des Gasverbrauches ist zwingend nötig. Überall dort, wo es ersetzbar ist, muss es auch ersetzt werden – vor allem im privaten Bereich“.</p>
<p>Das so meine ich, sollten wir in diesen <strong>kalten Tagen</strong> den Leuten mit <strong>warmen Worten</strong> sagen!</p>
<p>Wolfgang Kippes</p>
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		<title>Bündelung der Kräfte</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 09:20:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit diesen Worten habe ich zuletzt an dieser Stelle über einen Teil der aktuellen Strategiekonzepte berichtet, die helfen sollen, die Zukunft unserer Branche zu sichern. Inzwischen stelle ich (durchaus mit gewisser Freude) fest, dass aus den drei Worten so eine Art Slogan geworden ist, den auch genau jene gerne annehmen und selbst verwenden, die wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit diesen Worten habe ich zuletzt an dieser Stelle über einen Teil der aktuellen Strategiekonzepte berichtet, die helfen sollen, die Zukunft unserer Branche zu sichern. Inzwischen stelle ich (durchaus mit gewisser Freude) fest, dass aus den drei Worten so eine Art Slogan geworden ist, den auch genau jene gerne annehmen und selbst verwenden, die wir <span id="more-2257"></span><br />
<a href="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2.jpg" rel="lightbox[2257]" title="Dr. Wolfgang Kippes" rel="lightbox[2257]"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-1275" title="Dr. Wolfgang Kippes" src="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2-120x140.jpg" alt="Dr. Wolfgang Kippes" width="120" height="140" /></a><br />
als Partner gewinnen wollen und streckenweise schon gewonnen haben.<br />
Nehmen Sie beispielsweise die Tatsache, dass es mit tatkräftiger Unterstützung von Bundesinnungsmeister Wolfgang Ivancsics gelungen ist, die <strong>Zusammenarbeit</strong> <strong>des Verbandes</strong> mit der <strong>Landesinnung Kärnten </strong>auf eine neue Basis zu stellen. Wie dieser Ausgabe der KR zu entnehmen ist, wurde die Intensivierung der Kooperation anlässlich der Fachgruppentagung  in Klagenfurt besiegelt.<br />
Ein weiteres Beispiel ist der <strong>Ausbau </strong>der Beziehungen zwischen <strong>Kachelofenverband und  Fliesenverband</strong>. Auch hier wird es eine Bündelung geben, die weit über die bisherige Wahrnehmung gemeinsamer Interessen hinausgeht. Die hatten sich nämlich im Wesentlichen auf die Beteiligung der Fliese an der KOK Austria beschränkt. Nun wollen wir auch unsere technologische Fachkompetenz in konkrete Projekte der beiden Verbände einbringen.<br />
Drittens haben wir (wie ich das in der letzten Ausgabe schon angekündigt hatte) ganz konkrete Schritte unternommen, um den <strong>Verband </strong>als geradezu <strong>unverzichtbaren Berater </strong>in <strong>Sachen Umwelt </strong>und <strong>Energie </strong>in allen politischen Ebenen zu etablieren.  Flapsig ausgedrückt könnte man sagen: Wir wollen den Politikern mal sagen wo’s lang geht. Da reden nämlich sehr viele über den Umweltschutz und die Rettung der Welt vor der Klimakatastrophe und haben nicht wirklich Ahnung davon.<br />
Das ist auch eine <strong>Bündelung der Kräfte </strong>– und eine ganz wichtige. Gemeinhin spricht man dabei von Lobbying  – ein Wort das ich hier auch schon gebraucht habe. Was ist das eigentlich? Das englische Wort „Lobby“ bezeichnet nicht nur den Empfangsbereich eines Hotels, sondern auch die Vorhalle eines Parlamentes. Ein Ort an dem sich nicht nur Abgeordnete treffen, sondern auch deren Referenten, Berater, hochrangige Beamte und Fraktionsvertreter. Gespräche, die dort geführt werden, können anstehende Beschlussfassungen entscheidend beeinflussen. Daraus hat man den Begriff Lobby so abgeleitet, wie er nicht nur in der Politik, sondern auch im Geschäftsleben und in sozialen Netzwerken verwendet wird: Nämlich als Bezeichnung für eine Interessensvertretung.<br />
Der <strong>Österreichische Kachelofenverband </strong>war zwar immer bemüht – und zwar mit einigem Erfolg, wie man etwa an der neuen Europanorm sieht, die auf der von der Versuchs- und Forschungsanstalt der Hafner entwickelten ÖNorm  <strong>beruht </strong>– <strong>als Interessensvertretung aufzutreten. </strong>Er hat sich aber auf fachspezifische Themenkreise beschränkt. Heute sehen wir, dass es notwendig ist Lobbying auf eine viel breitere gesellschaftspolitische Basis zu stellen.<br />
Da werden sich  vor allem die <strong>Hafner </strong>unter den Lesern fragen: „Was hab ich davon?“. Nun – sehr viel. Denken sie nur daran, dass es in unserem Lande – aber zum Beispiel auch in der Schweiz und in italien – im Zuge der <strong>Feinstaubproblematik </strong>ernsthafte Diskussionen darüber geben hat, in Städten und Regionen Heizverbote für Holz zu erlassen. Und wo man keine Scheiter verbrennen darf, kann man schwerlich Kachelöfen verkaufen.<br />
Gerade bei solchen Vorhaben, die ganz schnell einmal beschlossen werden können, wenn die Herrschaften in der Politik Handlungsbedarf sehen, weil zum Beispiel die Medien irgendwelche Ängste schüren, ist es ganz wichtig, frühzeitig <strong>Bescheid zu wissen. </strong>Dann hat man die Chance, <strong>Fachkompetenz einzusetzen, </strong>um voreilige Maßnahmen zu verhindern, die nicht nur wenig sinnvoll sind, sondern vor allem der Branche ernsthaften Schaden zufügen würden.<br />
Um hier wirkungsvoll eingreifen zu können brauchen wir sie, die Bündelung der Kräfte. Innerhalb  und außerhalb der Branche.</p>
<p>Wolfgang Kippes</p>
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		<title>Mit neuen Strategien in die Zukunft</title>
		<link>http://www.kachelofenverband.at/2009/09/03/mit-neuen-strategien-in-die-zukunft/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 11:12:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Sommer liegt weitgehend hinter uns und wir können – so hoffe ich – allesamt mit neuem Schwung in den kommenden heißen Herbst (heiß deshalb, weil unsere nächste große Werbekampagne vor uns liegt) und das nächste Arbeitsjahr gehen.Dabei werden wir es allerdings mit einer ganzen Reihe von Unwägbarkeiten zu tun haben.

Wird es insgesamt wirtschaftlich wirklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Sommer liegt weitgehend hinter uns und wir können – so hoffe ich – allesamt mit neuem <strong>Schwung</strong> in den kommenden heißen <strong>Herbst</strong> (heiß deshalb, weil unsere nächste große Werbekampagne vor uns liegt) und das nächste Arbeitsjahr gehen.Dabei werden wir es allerdings mit einer ganzen Reihe von Unwägbarkeiten zu tun haben.<span id="more-2164"></span><br />
<a href="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2.jpg" rel="lightbox[2164]" title="Dr. Wolfgang Kippes" rel="lightbox[2164]"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-1275" title="Dr. Wolfgang Kippes" src="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2-120x140.jpg" alt="Dr. Wolfgang Kippes" width="120" height="140" /></a><br />
Wird es insgesamt <strong>wirtschaftlich</strong> wirklich wieder <strong>aufwärts</strong> gehen? Kann unsere Branche möglicherweise im Nachhinein noch durch Folgen der Rezession ereilt werden? Wird es zum Beispiel regional Gesetze und Verordnungen – wie etwa Heizverbote – geben, die uns schaden könnten?</p>
<p>Ich darf Ihnen versichern, dass wir solchen und anderen Problemen wohl gerüstet begegnen werden. Mit <strong>geeigneten Strategien</strong>. Jedes Jahr vor den Ferien finden sich die Funktionäre des KOV zu einer Klausur zusammen, die genau diesem Zweck dient: Nämlich  Maßnahmen zu erarbeiten, die unsere Branche in eine möglichst sichere mittel- und langfristige Zukunft führen. Dafür gibt es zum Beispiel eine Stärken &#8211; Schwächenanalyse für alle Geschäfts- und Arbeitsfelder des Verbandes, aus der konkrete Schritte abgeleitet werden.</p>
<p>Lassen Sie mich hier nur drei dieser konkreten Maßnahmen für die nähere Zukunft darlegen, denn es würde an dieser Stelle zu weit führen, die wirklich umfängliche Liste der Überlegungen aufzulisten. Sie leiten sich aus der Nutzung unserer <strong>Kernkompetenzen</strong> ab. Erstes wird der Verband aktiv ein verstärktes Lobbying auch politisch mit <strong>Regionalpartnern </strong>umzusetzen. Dabei geht es vor allem darum, unsere <strong>Fachkompetenz </strong>im Vorfeld möglicher Gesetzgebungsvorhaben und bei der Entwicklung und Festlegung von Normen einzubringen.</p>
<p>Zweitens wollen wir den KOV auf eine breitere – und damit noch wirkungsvollere Basis stellen. So werden unsere Kooperationen mit dem Lebensministerium über <strong>klima:aktiv</strong>, im <strong>Biomasseverband</strong> und in der <strong>Austrian Cooperative Research</strong> (ACR), sowie im Rahmen der <strong>VEUKO</strong> intensiviert. Darüber hinaus finden Gespräche mit weiteren Partnern innerhalb und außerhalb der Branche statt. Dadurch wird unser Auftritt nach außen noch kraftvoller werden.</p>
<p>Drittens ist das Stichwort <strong>„Dienstleistungsqualität“</strong> ganz wichtig. Sowohl die Verbandsmitglieder, als auch die Hafnerbetriebe<strong> </strong>und letztendlich der Endverbraucher sollen noch intensiver vom technischen Know How und der mittlerweile weltweit anerkannten Themenführerschaft des KOV <strong>profitieren</strong>.</p>
<p>Das alles wurde nicht nur einmal aufgeschrieben um dann in irgendwelchen Schubladen zu verschwinden, sondern wir haben auch strategisch sichergestellt, dass die <strong>Durchführung</strong> aller Maßnahmen durch ein Berichtswesen und <strong>Feedback</strong> – Runden  laufend überprüft und <strong>aktualisiert </strong>wird.</p>
<p>Das genau meinte ich mit der Überschrift „Mit neuen Strategien in die Zukunft“ und das genau ermöglicht uns, mit der eingangs erwähnten <strong>Zuversicht </strong>in die kommenden Monate zu schreiten. Zum Wohle unseres Kachelofens und aller jener, die mit und von ihm leben.</p>
<p>Wolfgang Kippes</p>
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		<title>Nichts leichter als….was?</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 08:54:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit fröhlichem Gepfeife schwebt ein Mädchen samt Hund über den Bildschirm. Seit zwei Monaten besucht uns dieser Werbespot via TV in der guten Stube und verkündet: Nichts leichter als Erdgas. Wie bitte? Also: Wissenschaftlich gesehen ist die Aussage grober Unfug, denn es gibt haufenweise Gase, die leichter sind als Erdgas. Man nehme nur zum Beispiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit fröhlichem<strong> </strong>Gepfeife schwebt ein Mädchen samt Hund<strong> </strong>über den Bildschirm. Seit zwei Monaten besucht uns dieser <strong>Werbespot</strong> via TV in der guten Stube<strong> </strong>und verkündet: Nichts leichter als <strong>Erdgas. </strong>Wie bitte? Also: <strong>Wissenschaftlich </strong>gesehen ist die Aussage<strong> </strong>grober <strong>Unfug, </strong>denn es gibt haufenweise Gase, die leichter sind als Erdgas. Man nehme nur zum Beispiel „H2“<strong> </strong>– Wasserstoff. Der ist 14,4-mal leichter als Luft. Erdgas ist grade mal ein Drittel leichter als ebendiese.<span id="more-2041"></span></p>
<p><a href="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2.jpg" rel="lightbox[2041]" title="Dr. Wolfgang Kippes" rel="lightbox[2041]"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-1275" title="Dr. Wolfgang Kippes" src="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2-120x140.jpg" alt="Dr. Wolfgang Kippes" width="120" height="140" /></a><br />
Abgesehen davon fragte ich mich anfangs, was diese <strong>Dauerwerbesendung </strong>gerade jetzt erreichen soll.<strong> </strong>Wie wir<strong> </strong>alle selbst am besten <strong>, </strong>wissen, ist ja nicht gerade <strong>Hauptsaison </strong>in Sachen<strong> Heizen. </strong>Den Grund für die Werbeoffensive erfuhr der interessierte Beobachter Anfang Juli. Da verkündete nämlich <strong>E-Controll </strong>in einer Pressekonferenz, dass der <strong>Erdgasabsatz </strong>bei uns im zweiten Quartal<strong> </strong>um beachtliche <strong>31 Prozent eingebrochen </strong>ist. Eine Folge<strong> </strong>der <strong>Wirtschaftskrise. </strong>Denn die Industrie hatte bis Ende April um <strong>13 Prozent weniger Energie verbraucht. </strong>Dadurch wurde im gesamtösterreichischen Schnitt um 8,7 Prozent<strong> </strong>weniger Gas<strong> </strong>und um knapp vier Prozent weniger Strom verbraucht<strong>. </strong>Dadurch waren die <strong>Großhandelspreise </strong>von Gas<strong> </strong>um die eingangs erwähnten <strong>31 Prozent zurückgegangen.</strong></p>
<p>Der Chef<strong> </strong>von E-Controll, Walter Boltz, verkündete auf besagter Pressekonferenz<strong> </strong>aber weiter, dass die Versorger<strong> </strong>daraufhin zwar zu deutlich niedrigeren Preisen<strong> </strong>an die Industrie<strong> </strong>liefern würden. Das gelte<strong> </strong>aber nicht<strong> </strong>für Thermen, Herde und Brenner von<strong> </strong>Otto Normalverbraucher.<strong> </strong>Die <strong>Haushalte </strong>haben also <strong>kaum etwas</strong> von den niedrigeren Preisen<strong> abbekommen. </strong>Deshalb bemüht sich die Gaswirtschaft<strong> </strong>also offenbar darum, den Leuten über die Werbung das Erdgas<strong> </strong>als umweltfreundlichsten und geradezu unentbehrlichen Energieträger<strong> </strong>anzudienen.</p>
<p><strong>Wer steckt dahinter?</strong> Nun – auch OMV, Ferngas AG,<strong> </strong>diverse Stadtwerke und Netzbetreiber<strong> </strong>haben ihren „KOV“<strong> </strong>- nämlich einen <strong>Dachverband</strong>. <strong>„FGW“ </strong>heißt der: Fachverband Gas – Wärme. Ich habe mir dessen Homepage<strong> </strong>angesehen, um zu erfahren, was für <strong>Argumente </strong>dort den Kunden noch so serviert werden. Von <strong>Preisen (</strong>die laut Boltz aufgrund der gegenwärtigen Kostensituation durchaus um 25 Prozent gesenkt werden könnten), ist dort <strong>nicht Rede. </strong>Stattdessen lese<strong> </strong>ich mit großem <strong>Erstaunen </strong>die folgenden Sätze: „<strong>Erdgaskunden </strong>können sich darauf verlassen,<strong> </strong>dass Erdgas <strong>zuverlässig </strong>aus der <strong>Leitung </strong>kommt. Tag und Nacht, rund um die Uhr“. <strong>Hallo?!</strong></p>
<p>Hat nicht unser <strong>Bundespräsident </strong>gerade erst in der <strong>Ukraine </strong>erfahren, dass der <strong>Streit </strong>um die <strong>Gaslieferungen </strong>und deren <strong>Preise </strong>mit <strong>Russland </strong>noch immer <strong>nicht beigelegt </strong>ist?<strong> </strong>Und haben wir nicht am <strong>Anfang </strong>dieses <strong>Jahres </strong>alle <strong>zittern </strong>müssen, dass es uns ähnlich geht, wie<strong> </strong>unseren östlichen Nachbarn in Europa,<strong> </strong>die frierend zu Hause saßen, weil’s keine Fernwärme mehr gab? Ja. <strong>Wir </strong>haben bei uns größere Speicherreserven<strong>,</strong> als alle anderen<strong> </strong>Länder. Aber auch die sind nach zehn bis zwölf Wochen verbraucht, wenn kein<strong> </strong>Nachschub kommt. Noch einmal: <strong>Wir </strong>sind beim <strong>Gas </strong>zu <strong>51 Prozent </strong>von <strong>Russland abhängig</strong>. 31 Prozent kommen aus Norwegen und nur 18 Prozent aus heimischer Förderung. Da kann man wohl <strong>kaum</strong> von verlässlicher <strong>Versorgungssicherheit </strong>sprechen.</p>
<p>Wir können also trotz allem Werbegepfeife<strong> </strong>ruhigsten Gewissens den Kunden weiterhin sagen, dass es in Sachen <strong>Versorgungssicherheit</strong> keine Alternative zum heimischen Holz<strong> </strong>gibt. Und dass unser <strong>Kachelofen</strong> die schönste<strong> </strong>und angenehmste<strong> </strong>Art ist, aus diesem unseren <strong>Holz</strong> Wohlfühlwärme<strong> </strong>zu machen.</p>
<p>Wolfgang Kippes</p>
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		<title>Warum nicht jeder Rucksack Gutes enthält</title>
		<link>http://www.kachelofenverband.at/2009/06/24/warum-nicht-jeder-rucksack-gutes-enthalt/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 08:18:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für Leute, die mich kennen, wäre es bestimmt eine schmunzelverdächtige Angelegenheit, sich den Kippes mit einem Rucksack vorzustellen. Und dennoch: Ich habe einen umhängen – wie Sie alle auch. Gemeint ist der CO2  &#8211; Rucksack. Der war besonders am 5. Juni in aller Munde. Da war nämlich Umwelttag und aus diesem Anlass fanden im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für Leute, die mich kennen, wäre es bestimmt eine schmunzelverdächtige Angelegenheit, sich den <strong>Kippes mit</strong> einem Rucksack vorzustellen. Und dennoch: Ich habe einen umhängen – wie Sie alle auch. Gemeint ist der <strong>CO2  &#8211; Rucksack</strong>. Der war besonders am 5. Juni in aller Munde. Da war nämlich <strong>Umwelttag</strong> und aus diesem Anlass fanden im Vienna International Centre Umweltgespräche statt.<span id="more-1988"></span><br />
<a href="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2.jpg" rel="lightbox[1988]" title="Dr. Wolfgang Kippes" rel="lightbox[1988]"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-1275" title="Dr. Wolfgang Kippes" src="http://www.kachelofenverband.at/wp-content/uploads/2009/04/drkippes2-120x140.jpg" alt="Dr. Wolfgang Kippes" width="120" height="140" /></a><br />
An denen hat auch der <strong>Kachelofenverband </strong>als <strong>klima:aktiv </strong>– <strong>Partner </strong>und unmittelbar am <strong>Umweltschutz </strong>beteiligte Organisation<strong> </strong>teilgenommen. Deshalb möchte ich heute einmal in diesen emissionsgefüllten Rucksack hineinschauen.</p>
<p>Da drin verbirgt sich nämlich eines der Probleme, das wir alle lösen müssen, wenn <strong>Österreich </strong>den ehrgeizigen<strong> EU–Zielen </strong>folgen will, die neuerdings mit der <strong>Formel 20-20-20 </strong>definiert werden. Damit ist gemeint, dass bis <strong>2020 </strong>eine <strong>20 prozentige</strong> <strong>Reduktion </strong>des <strong>CO2 </strong>- <strong>Ausstoßes </strong>erreicht<strong> </strong>werden muss<strong> </strong>und dafür eine <strong>Steigerung </strong>des Verbrauches <strong>erneuerbarer Energien </strong>um ebenfalls <strong>20 Prozent. </strong>„Jaja“ sagen wir da alle im Chor und meinen, dass die internationale Politik,<strong> </strong>die Wissenschaft, die Wirtschaft – und wer auch immer das schon hinbekommen wird. Dieses „Wer auch immer“ schließt dann in aller Regel einen aus: Die eigene Person nämlich. Also den erwähnten Rucksackträger.</p>
<p>Auf dem Kongress<strong> </strong>hat der renommierte Wissenschaftler Stefan Schleicher von der Uni Graz<strong> </strong>einen viel beachteten Vortrag darüber gehalten,  wo die Potentiale zum Erreichen der 20-20-20 Geschichte eigentlich liegen. Schleicher meint, dass unser aller Möglichkeiten mit den Schlagworten <strong>„Dienstleistungen“, „Anwendungen“ und „Transformation“ </strong>zu bezeichnen sind. Wenn man davon ausgeht, dass mit „Transformation“ das Ersetzen der verpulverten fossilgebundenen Energievarianten durch erneuerbare Energieformen zu verstehen ist, dann sind wir mit unserem <strong>Kachelofen </strong>als <strong>Biomasse-Spezialisten </strong>schon ganz gut im Rennen.</p>
<p>Lassen Sie mich aber noch ein paar Takte<strong> </strong>zu den beiden anderen Stichworten<strong> </strong>sagen: Bei den „Anwendungen“<strong> </strong>geht es um alle <strong>technischen Ressourcen, </strong>die wir einerseits im ganz <strong>persönlichen Alltag </strong>und andererseits im Betrieb &#8211; also vor allem in der Produktion – einsetzen. Das fängt bei der Glühbirne und bei der <strong>Standby</strong>-Kontroll-Diode an, die wie das ewige Licht an Fernsehern, DVD-Rekordern und Sat – Empfängern vor sich hin glimmt. Es betrifft<strong> </strong>aber genauso <strong>Werkzeuge </strong>und <strong>Maschinen, </strong>wo man mit intelligenten Neukonfigurationen Stro<strong>m </strong>(also wieder ein bisschen von dem Rucksackinhalt) sparen kann. Ich verweise dabei auf den per <strong>Newsletter </strong>und auch hier in der KR vermeldeten <strong>„Energiecheck“, </strong>den auch jeder <strong>Hafner </strong>günstig wie nie machen lassen kann.</p>
<p>Bei Thema „Dienstleistungen“<strong> </strong>ist vornehmlich die <strong>Logistik </strong>gemeint. Also die <strong>Transportwege </strong>von Rohstoffen und Gütern. Schleicher nannte da „Wärme aus Sibirien“, „Knoblauch aus China“ und „Kartoffeln aus Australien“. Mir fallen schlichtweg <strong>Weintrauben</strong> ein.  Ich habe ja ein Häuschen im Burgenland und da wachsen ebendiese vor sich hin und werden nicht nur für den Wein gebraucht. Man isst sie auch gerne. Aber muss das unbedingt im Februar sein? Da kommen sie nämlich aus<strong> Chile </strong>und fliegen<strong> </strong>dabei <strong>12.100 Kilometer </strong>von Santiago nach Frankfurt und werden von dort per Lkw<strong> </strong>noch einmal 710 Kilometer<strong> </strong>nach Wien gekarrt. Dabei verbraucht jedes einzelne <strong>Kilo Weintrauben 7,41 Kilo CO2</strong>. Das ist das <strong>838-fache</strong> der <strong>Menge</strong>, die für den Transport aus dem <strong>Burgenland </strong>anfällt. Da sind es nämlich gerade einmal 8,8 Gramm CO2 pro Kilo.<br />
Wir wollen und müssen, so ein Ergebnis jener Umweltgespräche,<strong> </strong>zur <strong>„Post-Carbon Society“ </strong>werden. Dafür stehen die drei erwähnten Schlagworte, die auch mit den (inzwischen wohl unvermeidlich gewordenen) englischen Begriffen: <strong>„Low distance“, „Low energy“ und „Low carbon“ </strong>helfen sollen, den Rucksack von Ungutem zu befreien. Auf dem Sektor „Low carbon“ – also bei den <strong>erneuerbaren Energieformen </strong>– gehört unsere Branche bereits zu den Musterschülern,<strong> </strong>weil wir zu Holz als Brennstoff stehen. Wenn wir alle gelegentlich auch etwas mehr an die beiden anderen Themen &#8211; also <strong>Energiesparen </strong>und <strong>effiziente Transportwege </strong>– denken, werden wir vollends zu jenen gehören, die doch nur <strong>Gutes im Rucksack </strong>haben.</p>
<p>Wolfgang Kippes</p>
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