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	<title>Kachelofen Kamin Herd Heizkamin alles über Holzfeuerungen &#187; Aktuelle Interviews</title>
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	<description>Informationen ueber Kachelofen, Kachelherd, Kachelkaminsowie andere Produkte vom Hafner und deren Auswirkung auf Gesundheit und Umwelt</description>
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		<title>Die Zukunft ist erneuerbar!</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 11:57:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Interview mit DI. Dr. Thomas Schiffert Herr Schiffert, wie sehen Sie als Geschäftsführer des Österreichischen Kachelofenverbandes die Zukunft für den Kachelofen? Der Kachelofen hat eine große Historie, eine sehr gute Position in der Gegenwart und für die Zukunft sehe ich auch äußerst große Chancen. Viele Rahmenbedingungen verändern sich zurzeit zugunsten dieses so beliebten Heizgerätes. Dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Interview mit DI. Dr. Thomas Schiffert</strong><br />
Herr Schiffert, wie sehen Sie als Geschäftsführer des Österreichischen Kachelofenverbandes die Zukunft für den Kachelofen?<br />
<span id="more-2053"></span></p>
<blockquote><p>Der <strong>Kachelofen</strong> hat eine große <strong>Historie</strong>, eine sehr <strong>gute Position </strong>in der Gegenwart und für die Zukunft sehe ich auch äußerst <strong>große Chancen</strong>. Viele Rahmenbedingungen verändern sich zurzeit zugunsten dieses so beliebten Heizgerätes.<br />
Dabei kann ich insbesondere den <strong>Bewusstseinswandel</strong> in der Bevölkerung nennen, der in Bezug auf den Klimawandel eingesetzt hat.<br />
Wir wissen heute bis auf wenige Unverbesserliche alle, dass die <strong>Zukunft</strong> der <strong>Energieversorgung</strong> nachhaltig und erneuerbar sein muss.Auch die Tatsache, dass wir in Zukunft im Raumwärmebereich weniger Energie verbrauchen dürfen und daher neu gebaute, aber auch zur Sanierung anstehende Gebäude besser dämmen, ist gut für den Kachelofen. Wenn ich nur wenig Energie benötige, dann reicht schon ein sehr kleines Vorratslager für das Holz und ich muss auch nur sehr wenig Heizen und daher auch kaum körperliche Anstrengung auf mich nehmen. <strong>Innovative Lösungen</strong> &#8211; wie die heute häufig verwendeten <strong>Absperrautomatiken</strong> &#8211; optimieren den Bedienungskomfort auf ein bemerkenswert hohes Niveau.</p>
</blockquote>
<p><em>Was sind die wesentlichen Chancen und Herausforderungen in den nächsten Jahren?</em></p>
<blockquote><p>Die Notwendigkeit der Umstellung der <strong>Energieversorgung</strong> auf <strong>erneuerbare Energieträger</strong> hat mittlerweile in der Bevölkerung allgemeine<strong> </strong>Akzeptanz erreicht. Auch die politischen Rahmenbedingungen werden gerade im Raumwärmesektor in den nächsten Jahren zu einem Boom bei Heizgeräten mit Alternativenergie führen. Da der Kachelofen natürlich praktisch ausschließlich mit Holz (meist Scheitholz, immer öfter auch mit Holzpellets) betrieben wird, wird er mit Sicherheit seine Position als beliebtestes Heizgerät der Österreicher weiter ausbauen.</p>
<p>Die wichtigste <strong>Herausforderung</strong> ist sicher die Detailanpassung für die Verwendung in <strong>Niedrigenergie</strong>- und <strong>Passivhäusern</strong>. Dabei sind insbesondere die <strong>Leistung</strong> zu reduzieren und die externe Versorgung mit <strong>Verbrennungsluft</strong> sicherzustellen. Die weitere Reduktion der ohnehin schon sehr geringen Feinstaub-Emissionen aus Kachelöfen ist ein Schwerpunkt der bereits laufenden Forschung.</p>
</blockquote>
<p><em>Der Kachelofenverband betreibt eine eigene Versuchsanstalt, was sind eigentlich deren Hauptaufgaben?</em></p>
<blockquote><p>Forschung, Entwicklung und Innovation gehören seit jeher zu den entscheidenden Erfolgskriterien für die bereits seit Jahrhunderten gedeihliche Entwicklung der Kachelofenbranche. Die VFH, die <strong>Versuchs- und Forschungsanstalt der Hafner</strong>, leistet hier nachhaltig wichtige Dienste. Neben der kontinuierlichen Verbesserung der ohnehin schon sehr guten <strong>Verbrennungsqualität</strong> von Kachelöfen beschäftigt Sie sich auch intensiv mit der Erforschung der <strong>gesundheitlichen</strong> Bedeutung von Heizgeräten. Technische Beratung der Hafnermeister, führende Mitarbeit in der nationalen und internationalen Normung und die Durchführung von <strong>europäisch anerkannten Prüfungen</strong> sind ebenfalls bedeutende Dienstleistungen der VFH.</p>
</blockquote>
<p><em>Stichwort international, gibt es eigentlich so etwas wie eine europäische Bedeutung des Kachelofens?</em></p>
<blockquote><p>Selbstverständlich hat der Kachelofen auch außerhalb Österreichs in vielen Ländern eine hohe Bedeutung. Um die Bedürfnisse optimal kennen zu lernen und die Erfahrungen zu nutzen, wurde die <strong>VEUKO</strong>, die <strong>europäische</strong> Vereinigung des Hafner-/Kachelofenbauer-Handwerks, ins Leben gerufen. Die VEUKO konnte unter Führung Österreichs mit der Schaffung der ersten europäischen Norm soeben einen entscheidenden Meilenstein in der Geschichte des Kachelofens setzen.</p>
</blockquote>
<p><em>Zum Abschluss noch eine Frage, die sein muss: Wie beheizen Sie Ihre eigenen vier Wände?</em></p>
<blockquote><p>Selbstverständlich kann und will ich auch privat nicht auf die <strong>behagliche Wärme </strong>des Kachelofens verzichten. Aber nicht nur ich, auch meine Frau und meine beiden Kinder möchten diese Qualität nicht missen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass ich selten selbst zum <strong>Einheizen</strong> komme, da dies schon eines meiner Kinder erledigt hat.</p>
</blockquote>
<p><em>Herr Dr. Schiffert, danke für das Gespräch!</em></p>
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		<title>Feuer und Flamme</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 15:52:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kamingespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Kippes Herr Prof. Kippes, als einer der beiden Geschäftsführer von Schloß Schönbrunn darf man Sie ja getröstet als &#8220;Herr der Kachelöfen&#8221; bezeichnen. Wissen Sie eigentlich wieviele dieser Prunkstücke das Schloß beherbergt? WK: Sie kennen ja bereits unser beispielgebendes Projekt, die gesamte Anlage des Schlosses und des umliegenden Areals in einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Kamingespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Kippes</h2>
<p><em>Herr <strong>Prof. Kippes</strong>, als einer der beiden Geschäftsführer von <strong>Schloß Schönbrunn</strong> darf man Sie ja getröstet als <strong>&#8220;Herr der Kachelöfen&#8221;</strong> bezeichnen. Wissen Sie eigentlich wieviele dieser Prunkstücke das Schloß beherbergt?</em><br />
<span id="more-124"></span></p>
<blockquote><p><strong>WK:</strong> Sie kennen ja bereits unser beispielgebendes Projekt, die gesamte Anlage des Schlosses und des umliegenden Areals in einer detailgetreuen <strong>3D-Visualisierung</strong> darzustellen. Mithilfe dieser einzigartigen Technik kann ich von meinem Schreibtisch aus praktisch jeden kranken Baum im Park erkennen.  Im Zuge dieses <strong>Projektes</strong> wird natürlich auch das gesamte<strong> Inventar</strong> nicht nur erfasst, sondern auch mit umfassenden <strong>Detailinformationen</strong> versehen. So werden Herkunft, Zustand, Materialbeschaffenheit, Reparatur- und Restaurierungsdaten ebenso festgehalten wie <strong>Querverbindungen</strong> zu Literatur, Dokumentation und geschichtsrelevanten Informationen.  Um auf Ihre Frage zurückzukommen: In den <strong>Schauräumen</strong> <strong>des Schlosses</strong> befinden sich <strong>16 Kachelöfen</strong> im <strong>Erdgeschoß </strong>und <strong>24 </strong>im <strong>Obergeschoß</strong>. <strong>20</strong> Kachelöfen bewahren wir &#8211; sozusagen in Reserve &#8211; in einem <strong>Lager</strong> auf. In den Ausstellungsräumen der Wiener <strong>Hofburg</strong> sind <strong>20 Kachelöfen </strong>zu besichtigen.</p></blockquote>
<p><em>Handelt es sich dabei um Originale oder um Nachbauten?</em></p>
<blockquote><p>WK: Auch bei dieser Frage muss ich ein wenig ausholen: Bei den Kachelöfen handelte es sich um sogenannte <strong>&#8220;Überschlagsöfen&#8221;</strong>. Da Schloß Schönbrunn ja als <strong>Sommerresidenz</strong> gedacht war, die von Anfang <strong>April</strong> bis Ende <strong>Oktober</strong> bewohnt wurde, mussten die Öfen nur eine <strong>geringe Heizleistung </strong>erbringen.  Als dann im 19. Jahrhundert der Hofstaat immer größer wurde und das Schloß auch immer öfter im Winter teilweise bewohnt war, kam es häufig zu Heizschäden an den Kachelöfen, die ja nicht als Vollheizung konzipiert waren.  Wenige ausgewählte Firmen durften als <strong>&#8220;Hoflieferanten&#8221;</strong> diese Schäden beseitigen. Es erfolgte daher bei einigen Kachelöfen mehrfach ein Wiederaufbau nach den Original-Formen. Ich kann also Ihre Frage so beantworten, dass die meisten Öfen aus der<strong> </strong>zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen, jedoch nach Formen des 18. Jahrhunderts nachgebaut wurden.</p></blockquote>
<p><em>Kann man den Wert so eines Kachelofens beziffern?</em></p>
<blockquote><p><strong>WK:</strong> Nein, eigentlich nicht. Solche <strong>einzigartigen Stücke</strong> sind ja nicht nur an ihrem Wert als <strong>&#8220;Antiquität&#8221;</strong> zu schätzen, sondern sind im <strong>Kontext</strong> zu sehen, der die <strong>Einrichtung</strong> solcher <strong>historischen Räume</strong> erst komplettiert und ja auch aus geschichtlicher Sicht viel über das Leben <strong>&#8220;in der guten alten Zeit&#8221; </strong>aussagt.  Allerdings ist natürlich auch heute ein <strong>Nachbau </strong>so eines <strong>Prunkstückes</strong> möglich und hier kann man <strong>Produktionskosten </strong>von etwa <strong>100.000 Euro</strong> annehmen &#8211; ohne Aufbau und Montage.</p></blockquote>
<p><em>Stimmt es, dass die Kachelöfen allesamt über Gänge beheizt wurden, die hinter den Räumen liefen? Wie muss man sich das vorstellen?</em></p>
<blockquote><p>WK: In der Tat gibt es hinter den herrschaftlichen Räumen einen &#8220;<strong>Dienstbotengang</strong>&#8220;, durch den auch die Beschickung der Kachelöfen erfolgte. Man wollte die hohen Herrschaften ja nicht durch die Tätigkeit des Heizens stören und etwaige Verschmutzung der Räumlichkeiten verhindern.</p></blockquote>
<p><em>Und noch eine ganz persönliche Frage: Besitzen Sie selbst einen Kachelofen?</em></p>
<blockquote><p><strong>WK: </strong>Was für eine Frage! <strong>Natürlich</strong> will ich auch selbst nicht auf die <strong>Behaglichkeit </strong>und den <strong>Wohlfühlfaktor </strong>eines Kachelofens verzichten und so habe ich für meine Wohnung einen <strong>österreichischen Kleinkachelofen</strong> gewählt.</p></blockquote>
<p><em>Herr Prof. Kippes, herzlichen Dank für unser Gespräch!</em></p>
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